Tour 5-2 Halle: Marktplatz

Bericht von Michaele Kundermann

Der Marktplatz in der Händelstadt Halle war der beste Ort für unsere Roadshow, den wir bisher hatten. Man konnte nicht an unserem Tour-LKW vorbei, ohne wenigstens 2-3 Sätze der Sprecher mitzubekommen.

Immer wieder blieben Hallenser stehen und nickten beim Zuhören. Ein etwas angetrunkener Herr in einem Rollstuhl stimmte uns umfassend zu und übersetzte die Reden in Mimik und Pantomime - eine amüsante Einlage.
Der Infotisch war immer gut frequentiert. Viele waren geradezu erleichtert, dass wir aussprachen, was sie selbst denken und sie damit bestätigten. Sie wussten gar nicht, dass es eine Partei gibt, die eine so hohe Deckung mit ihren eigenen Gedanken und Wahrnehmungen aufweist.

Allerdings vermissten wir mehr Helfer der Basis aus den KVén der Umgebung – am Infotisch hätten wir mehr Gesprächspartner gebraucht. Auch die Basis-Kandidaten für die Kommunalwahl in Halle nutzten diese Veranstaltung kaum für ihre Vorstellung. Dazu kann ich kommunale Kandidaten nur ermutigen, diese einzigartige Chance und Bühne für sich zu nutzen.

[...] Hier eine Amateuraufnahme aus unserem Podiumsgespräch in Halle:

Highlights der Helfer:

Anton sprach mit einer Frau, die sich als völlig unpolitisch und ahnungslos bezeichnete – aber Frieden ohne Waffenlieferung war ihr sehr wichtig. Das reichte, um sich für die Basis zu öffnen.

Mario filmte die Podiumsdiskussion am Schluss. Das war das Highlight für ihn und ihm seien manchmal die Tränen gekommen, denn er hatte in seiner Familie Schlimmes durch die Impfung und die Maßnahmen erlebt.

Nils hatte ein Gespräch mit einer 13-jährigen Schülerin, die ihn nach dem Unterschied zwischen der Basis und der AfD fragte. Sie hatten die Wahl gerade in der Schule besprochen und eine Testwahl gemacht, bei der ca. 60% der Schüler die AfD gewählt hatten. Nils war spontan die Moderation der Veranstaltung übertragen worden. Er machte seine Sache gut und das Podiumsgespräch war ein Highlight für ihn. Dafür hatten wir Fragen von den Passanten aufgenommen und nach dem Zufallsprinzip gezogen.

Ein Unternehmerehepaar trieb sich lange am Infostand herum und ich unterhielt mich dann mit ihnen. Er fragte besorgt, ob wir denn nicht angegriffen würden für das, was wir hier öffentlich äußern. Er hat ein Unternehmen und hat Angst, dass es zerstört wird, wenn er sich mehr kritisch äußert. Ich erzählte ihm, dass es im Widerstand ein Unternehmernetzwerk gibt, deren Mitgliedern es trotzdem gut geht. Auch ich hätte mich aus beruflichen Gründen viele Jahre bei den Demos nicht zu erkennen gegeben. Aber irgendwann spürte ich innerlich, dass ich mich nicht mehr verstecken wollte und offen für das einstehen wollte, was mir wichtig war. Ich sagte, dass wenn man einen inneren Impuls aus dem Herzen heraus spürt, dann sollte man handeln und man sei dann auch geschützt. So lange man Angst spürt, sollte man nicht handeln. Die Augen von beiden leuchteten auf und ich erhielt ein tief empfundenes „Danke“.

Ein älterer Herr kam am Schluss zu mir und meinte verschmitzt, ich hätte ein Organ wie Strack-Zimmermann – aber meine Inhalte wären besser . . .

Tour 5-2 Halle: Marktplatz
Tour 5-2 Halle: Marktplatz
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